Die Stadt der drei Seen und der Titicacasee

Swantje

Man fragt sich ja immer, wie die Menschen auf ihre Ideen kommen für Allerlei Projekte, Maschinen oder Bücher. Bei uns war es ein Spaziergang im Gänsemarsch zur Stadteisdiele. Vorne wurde gerufen: „ Habt ihr Bock auf das Land am Titicacasee?“, und hinten tönte die Antwort: „ Na klar!“. Da der Sommer greifbarer wurde, entschlossen wir uns, unseren sprudelnden Kessel an Gedanken während einer Woche bei Swantje in Lindow (Mark) / Brandenburg, explodieren zu lassen. Die Stadt der drei Seen ist als staatlich anerkannter Erholungsort auch genau der richtige Fleck für das Besprechen von Projekt und gleichzeitigem Sitzen am Wasser. Heda war unser Flagschiff, denn sie hatte als einzige Ahnung vom Aufziehen eines Projekts und dem Rattenschwanz der daran baumelt. Wir diskutierten bei Kaffee was Flüge, Kontaktpersonen, Medienauftritte und Ergebnisse bedeuten , aber auch was persönlich geleistet werden muss für die Umsetzung und den Erfolg des Projekts. Auch war noch keiner von uns jemals in Peru, womit das Stichwort „ Recherche“, unvermeidbar, fiel. Natürlich suchte jeder individuell nach Ansatzpunkten für die Reise, aber allen wurde schnell klar tiefe, textile Treffer gibts nicht. Das was hier zunächst schwächelte, wurde unser Trumpf im Ass. Der Mangel an Kunst- und Designinformationen förderte den Wunsch nach einem Begleitfilm, denn Skizzenbücher und Fotos stellen handwerkliche Prozesse und Ersteindrücke nicht im purem Maße dar. Ein Anruf und Chiara saß mit in unserem Boot nach Peru. Die Grundzüge waren abgesteckt, jetzt musste der Inhalt der Teilnehmer her. Spaziergänge, Filme oder Artikel ließen die Projektideen sprießen und wurde nach einer ordentlichen Portion Kartoffeln mit Quark, in der Gruppe vorgestellt. Und so saßen am Ende der Woche 6 Mädels am See, schwiegen, hatten Peru in ihren Köpfen und ein Eis in der Hand.