Was Piggeldy und Frederik mit Ana Teresa Barboza zu tun haben...

Magdalena

Piggeldy wollte wissen, wo man peruanische Künstler findet. „Frederick“, fragte Piggeldy seinen großen Bruder, „Frederick, wo findet man einen peruanischen Künstler?“ „Nichts leichter als das“, antwortete Frederick, „komm mit.“ Piggeldy folgte Frederick.

So ungefähr kann man sich meinen Start bei der Suche nach einer spannenden Persönlichkeit vorstellen.

Man möchte sich informieren, mal gucken wer in Peru so Rang und Namen hat und plötzlich fragt man sich: Wo fange ich da eigentlich an? Getreu nach dem Motto „nichts leichter als das, komm mit“, ließ ich mich treiben im Netz des Internets. Und siehe da, ich bin fündig geworden.

Als gnadenlos visueller Typ, habe ich viele Bilder angeschaut, bin vom einen zum nächsten gelangt und irgendwann auf der Seite von Ana Teresa Barboza gelandet.

Dass sie sehr viel mit Stickerei arbeitet und mir genau DIESE Arbeiten besonders gefallen, wundert mich da eher wenig. Die Stickerei zieht mich magisch an oder ich sie oder wir uns - ist ja auch egal.  

 

Ana ist in Lima geboren und lebt auch heute noch dort. Zu ihren Vorbildern gehört unter anderem Louise Bourgeois, die sie zum Beispiel dazu bewegt hat verschiedenste Techniken zu kombinieren, von denen ihre Kunst lebt. Durch die Verbindung von Malerei, Zeichnung und Fotografie mit textilen Verfahren, wie eben der Stickerei oder dem Stricken, erklärt sie auf eine besonders greifbare Art und Weise, was sie bewegt.

 In einem lesenswerten Interview erzählt sie auch vom Einfluss, den ihre Großmutter auf sie und ihre Arbeiten hatte. In Anas Kindheit hat sie viel mit ihren Händen gearbeitet - eigentlich immer.

 

Genauso ist es bei mir. Denke ich an Handarbeiten, dann immer auch an meine Großmutter. Und dabei finde ich Sticken, Stricken, Nähen oder Weben weder altbacken noch ausgelatscht oder gar gefährlich.

Tradition ist meistens die Basis einer solchen Arbeit, was Echtes - mit den eigenen Händen erschaffen.

Die Bilder von Ana sprechen mir dabei wirklich aus der Seele, denn sie repräsentieren Modernität, denkerischen Inhalt, Ausdruck und Eleganz.

 

Schaut selbst:

Vielleicht gelingt es mir, Kontakt zu Ana aufzunehmen und sie in Lima zu treffen.

Mich würde wahnsinnig interessieren, welchen Einfluss Peru auf ihre Arbeiten hat, wie sie das Land wahrnimmt und was sie uns zeigen kann! Ich werde berichten...

Und Piggeldy ging mit Frederick nach Hause.