77 Gründe nach Peru zu Reisen

Fabi

Regen und böiger Wind. Das seh ich momentan, wenn ich aus meinem Fenster schaue. Ach April, du machst ja bekanntlich was du willst und so war es auch die letzten Tage. Schneller als man gucken konnte, wechselte es von Regen zu Sonne zu Schnee- obwohl ich mich doch schon von Letzterem verabschiedet hatte...

Irgendwie haben mich diese Wetterwechsel an Peru erinnert, nur, dass dort Wetter und Temperatur abhängig von den Klimazonen so unterschiedlich sein sollen. Wieder ein Blick aus dem Fenster, die Sonne kommt grade tatsächlich zum Vorschein.

 

Neben meinem Bett liegt seit einigen Tagen ein Buch, „77 Gründe, nach Peru zu reisen“, ein Reisebericht der 77 Anekdoten und kurze Geschichten aus Peru erzählt, alles erlebt von einer Person, in dem Fall von der Autorin selbst. Viele ihrer Erlebnisse habe ich in den vergangenen Tagen gelesen und war gefühlt selbst dabei. Ich hatte die Tage sehr viel Zeit, da ich krank im Bett lag und dadurch zu anderen Dingen nicht fähig war. Aber es hatte tatsächlich auch sein Gutes mal eine komplette Woche krank zu sein: Man kann Lesen und Gedanken treiben lassen, bis der Arzt kommt (haha).

Das Fernweh, was seit vielen Jahren in mir schlummert, ist nun richtig wach, dank der gelesenen Erzählungen und der unweigerlich entstandenen Bilder im Kopf! Einige Orte sind mir beim Lesen besonders in Erinnerung geblieben, die ich auf unserer Reise unbedingt besuchen möchte!

 

Zum einen wären das Cuscos Kunstmärkte oder auch die Künstlerviertel. Hier ist das Kunsthandwerk stark vertreten und auch die ethnischen Muster, die die Mode erobert haben. Außerdem sollen dort Rohstoffe wie Alpaka- und Schafswolle zu finden sein. Die hochwertigen Handwerksmärkte haben auch Keramik, Gemälde, Silberschmuck und vieles mehr, was einem Kunstinteressierten das Herz höher schlagen lässt, zu bieten, was uns sicher eine Menge Inspiration verschafft. Ich glaube wir werden alle eine separate Tasche für diese Märkte auf unserer Reise einplanen müssen!

Ein Highlight, das super spannend klingt, ist das Kunstzentrum Sachaqa. Dieses befindet sich in Nordperu im Amazonas-Regenwald außerhalb von einem Dorf auf einem Berghang und besteht aus mehreren kleinen Lehmhäusern. Mitten in dieser tropischen Natur kommen Künstler aus aller Welt. Man kann sich vorstellen, dass dieser friedliche Ort Inspiration und Ruhe ausstrahlen muss. Egal ob Schriftsteller, Maler oder auch für uns angehende Textilkünstler/-designer, es finden sich Menschen verschiedener Herkunft und Arbeitsfelder und gehen dort ihrem Treiben nach. Dies klingt, wie ich finde, nach einem wunderbaren Rückzugsort, um vom Alltag abschalten zu können, sich mit den Anderen vor Ort austauschen und auf Ideen bringen zu können. Es besteht auch die Möglichkeit, an Workshops teil zu nehmen. Zum Beispiel beim Fertigen von Naturfarben und Papier, oder auch bei der Keramikherstellung. Vielleicht also ist dies eines von vielen anderen Ausflugszielen!