Über Fahrpläne, Druck und meine Idee

Magdalena

Tada… tum tum… große Überraschung…….

auch ich habe mir Gedanken für ein Projekt in Peru gemacht. Uff, es ist raus. 

 

Eigentlich habe ich gerne einen genauen Fahrplan, wann was wie kommt, wann sich was wie anfühlt und was ich dabei zu tun habe. Trotzdem möchte ich mir gerne so viel wie möglich offenhalten, um ja nicht eingeschränkt sein. Klingt irgendwie paradox, aber das beschreibt meine Arbeitsweise ziemlich genau. 

In den letzten Monaten ist es mir (zu meinem Glück) immer besser gelungen, die Projekte laufen zu lassen, einzelne Dinge auf mich zukommen zu lassen und auf verschiedene Gegebenheiten und Entwicklungen ganz entspannt zu reagieren. Was mir zeigt: der ganze Druck um einen Plan und möglichst viel Kontrolle ist oft gar nicht wirklich notwendig. Im Gegenteil: häufig ergibt sich etwas Neues und das scheinbar ganz von allein.

 

(wer jetzt denkt: „wow, sie hat´s voll verstanden, klingt ja alles ganz einfach“, dem sei gesagt: klappt nur manchmal. Oft sitze ich da und denke über diesen Fahrplan nach und der damit einhergehenden Sicherheit, aber sagt´s nicht weiter)

 

So also habe ich mir vorgenommen, mich von allen Eindrücken, die ich auf der Reise so bekommen kann, inspirieren zu lassen. Seien es peruanische Lieder oder Rituale oder oder oder… All das was mir begegnet möchte ich versuchen in Formen und Farben zusammenzubringen, wie in einem Puzzle. Es soll also eine Sammlung an Eindrücken- meinen Eindrücken- entstehen, die stark abstrahiert sind und deren Inhalt man vielleicht sogar erst beim zweiten Hinschauen oder dem Lesen eines dazugehörigen Textes enthüllen kann.

Umsetzen möchte ich diese Bilder in kleinen Gobelins. Das textile Handwerk soll die Besonderheit und die Ernsthaftigkeit der einzelnen Themen unterstreichen und ihnen eine neue Wertigkeit geben. Außerdem soll es dem Betrachter ermöglicht sein, in den Bildern eine eigene Interpretation zu sehen.

 

Schließlich will ich niemanden unter Druck setzen… :)