Pseudogetreide

Swantje

Folgende Hashtags bitte in hoher Stimmlage und übertriebenem amerikanischen Akzent aussprechen:

 

#healthfood #healtylife #healthyeating. Und parallel sich selbst(mit Duckface) und das eigene Essen fotografieren. Filter druff und uploaden. Juhu !

 

Warum gebe ich euch diese Anleitung zum absoluten Instagram-Erfolg? 

Na ich habe überraschender Weise erfahren, dass in Peru nicht nur Mais und Meerschweinchen verputzt werden, sondern die Leibspeise von „Insta-Models“ und Fitnessstudio-Smoothie-Genießern schon seit der Zeit der Inkas existiert. QUINOA!!!!!!!

Wow. (Hier bitte lahmen Konfetti-Regen einblenden)

 

Mal ehrlich, niemand hat ja ernsthaft vermutet dass die Peruaner nur niedliche Haustiere und Dschungelblätter essen, aber beim recherchieren fällt mir auf, das ihr Grundsatz von Nahrung sich kaum vom Europäischen unterscheidet. Ziemlich fleischhaltig und auffällig oft auch Kartoffeln. Zumindest mit dem zweiten bin ich als Kartoffel-Liebhaber voll einverstanden.

 

Insgesamt wird auch hier wieder deutlich: Peru ist auch in seiner Küche sehr beeinflusst worden.

Durch Spanier, Inkas, Chinesen und selbst Briten. Aber auch in Peru gibt es sogenannte Foodtrends, zum Beispiel die Cocina Novoandina. Traditionelle, andische Rezepte erfahren eine Neuinterpretation und werden damit nicht nur von Privatpersonen ausprobiert oder geschaffen, sondern auch gleichzeitig in die Gastronomie übertragen, wo wir sie auf unserer Reise hoffentlich probieren können.

 

Ich fange schon mal vorsichtig an mit meiner „Must-eat“ Liste: Chicha Morada, Pisco Sour, Lomo Saltado, Mate de Coca....