Was auf Reisen wirklich wichtig ist

Magdalena

Liebe Leserinnen, liebe Leser und die, die es werden wollen,

 

heute möchte ich den größten Irrtum in der Reisgeschichte einer Magdalena Orland aufdecken, denn:

die vermeintlich wichtigen Gepäckstücke, die den Rucksack 20 statt geplanten 8 Kg wiegen lassen, sind gar nicht so wichtig. Vielmehr lässt man die entscheidenden Utensilien zuhause. „kann man ja dann vor Ort kaufen.“

 

Ein paar längere Reisen habe ich schon hinter mir. So war ich 2011 für 6 Wochen in Indien 2013 für 6 Monate in Kuba und 2014 für 6 Wochen in Spanien. Jede Reise unterscheidet sich inhaltlich sehr von der anderen. Aber jedes Mal hatte ich sehr viel Gepäck dabei. Und jedes mal hat etwas Wichtiges gefehlt. 

 

Gerade muss ich feststellen, dass leider auch meine Reisepackliste in den tiefen meiner Festplatte verschwunden ist. Nunja, dann muss ich eben selber nochmal nachdenken. 

 

Aaaalso… die Reise nach Indien war die Erste, bei der ich Europa verlassen habe. Ich habe eine Freundin während eines Auslandsjahres besucht. Sie sagte mir, die meiste Kleidung könne sie mir leihen, die Kleiderordnung ist dort ja auch ein klitzekleines bisschen anders als in Deutschland.

Also folgte ich ihrem Rat und ersetzte den neu gewonnen Platz mit Klopapierrollen. Nein, das ist jetzt wirklich kein Scherz. Das Klopapier dann in Indien zu haben war auch wirklich toll, was aber noch viel toller gewesen wäre, sind Medikamente gegen den Keim, der die Ursache der meisten Toilettenbesuche war. Ich bin nicht so der Tablettenfreund. Ich denke immer, an meinem stählernen Immunsystem prallt das ab. Was habe ich mir also gemerkt? Eine ordentliche Reiseapotheke von Mutti muss mit, dieser jugendliche Wahnsinn ist ja nicht zum aushalten.

 

Auf Kuba musste ich leider feststellen, dass ich nur bedingt dazu gelernt habe. Auch hier hätte ich an der ein oder anderen Stelle ein kleines Pillchen gebrauchen können. Einmal war mir so schlecht, dass Chiara, meine Reisebegleitung in die Apotheke lief, um Medizin zu holen. Und womit kam sie wieder?! Mit einer Spritze, die in den Po gesetzt werden soll. IN DEN PO?! „Nein Danke“ hab ich da gesagt, „das wird schon wieder.“ 

Was mir aber in dem halben Jahr wirklich gefehlt hat waren die vermeintlich einfachen und weniger spektakulären Dinge, wie (ausreichend) Wattestäbchen, Rasierklingen, Haarwaschmittel, Butter und Pflaster. So einen Luxus, sich fehlende Artikel mal eben an der nächsten Ecke zu kaufen, wie in Deutschland gibt es eben nicht überall auf der Welt. 

Auch Sonnencreme ist so ein Ding. In Spanien kostet sie um die 16 Euro. Wie kann das sein???

Was man dafür so gar nicht braucht ist: Parfüm, tausend Haargummis und Schmuck, Schuhe für jeden Anlass und Klamotten von denen man denkt, dass man sie plötzlich anzieht, weil sich der Geschmack auf Reisen ja so komplett ändert.

 

Bevor ich hier nun aber noch dreiundsiebzig weitere unglaublich witzige Anekdoten über meine Erlebnisse ohne oder mit den falschen Gepäckinhalten erzähle, möchte ich euch ans Herz legen:

überlegt, was ihr im Alltag WIRKLICH verwendet, beobachtet es aufmerksam. Denn das, was so selbstverständlich wirkt ist das, was als Erstes fehlt. 

 

Bei meinem nächsten Eintrag werde ich euch meine wieder gefundene oder neu geschriebene Packliste zeigen und die für den Zweifelsfall allerallerwichtigsten Gepäckstücke verraten.

(dagegen sind Wattestäbchen echt out!)