Immer wieder Dienstags

Fabi

komm ich ins Atelier des 8. Semesters, das nun über die letzten Wochen klangheimlich unsere Zentrale der verrückten Ideen und Planungen in Sachen Peru geworden ist. Da vier der sieben Textilerinnen des Bachelorsemesters nunmal auch Teil unseres Projekts sind, müssen die anderen für ein paar Stunden unser Wochenmeeting ertragen, oder entfliehen.

 

Theoretisch gesehen würde man jetzt denken, dank eines gut strukturierten Wochenplaners und der bestehenden Facebookgruppe sollten die Treffen recht geordnet ablaufen. Nunja....der Wille nach Struktur und Ordnung in diesem kleinen Chaos ist da. Aber einen konkreten Plan zu haben und diesen dann Woche für Woche zu verfolgen und alle Aufgaben und Fragen Stück für Stück abzuarbeiten- welch schöne aber auch absolut weltenfremde, ganz und gar utopische Vorstellung!

 

Denn da ist er wieder, der allseits bekannte Alltag, der immer wieder mit seiner Liebe zu Chaos und spontanen Wandlungen um sich schlägt. Nebenbei ist zu erwähnen, dass nun auch die „heiße Phase“- wie die Prüfungszeit auch genannt wird-eingeläutet ist. Kein Grund, die Nerven zu verlieren.....ähm..zu spät!

Klar, dass jeder den Kopf äußerst voll hat und wäre dieser nicht glücklicherweise angewachsen, er wäre schon so einige Male zuhause vergessen worden.

 

Fragen wie „Wo ist denn X? Kommt sie gleich? Wir wollten jetzt anfangen...“ ( hierbei gilt es „X“ einem Namen von uns Mitgliedern gleichzusetzen) oder folgende Sätze wie „Sorry, ich hatte/habe noch Konsultation!“, oder „hey, einen Moment, ich hol noch fix a)(m)einen Rechner, b) was zu essen , c) einen Kaffee...gehören zum Tagesprogramm.

 

Recht sportlich laufen die eigentlichen Besprechungen dann ab, da meist die heilige einstündige Mittagspause dafür entfällt. Statt einer Runde frischer Luft, kurz Ruhe.... gibt es dann ein offenes Fenster für den nötigen Sauerstoff und viel Ideen die dann manchmal in Tagträumereien enden, in denen wir glücklich durch den Regenwald Perus stapfen oder auf peruanische Künstler treffen.

 

Momentan stehen die Planung der Reiseroute sowie alle damit verbunden Vorbereitungen auf dem Plan.

Bei 5 Leuten mit eigenen Ideen und Wünschen nimmt das viel Geduld in Anspruch... kann sich sicher jeder vorstellen. Nachdem die gröbsten Reiseziele und Zeiträume soweit stehen, wollen auch Übernachtungen gebucht -,Künstler und Firmen angeschrieben-und Ausflüge wie Machu Picchu festgelegt werden. Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail und somit werden Pläne, für die man nur einige Minuten bis Stunden angepeilt hatte zu Tagesaufgaben. Liegt manchmal an schlechten Internetverbindungen, mal an peruanischen Websiten, mal Sprachschwierigkeiten in Sachen Spanisch, und so weiter. Auch die Einreisebestimmungen müssen wir uns erstmal zu Gemüte führen, Visum ja nein?, Welche Impfungen müssen aufgefrischt werden? Welche braucht man generell mal? Was wird empfohlen, was ist überflüssig? Gut, dass wir 5 uns die Fragen die es zu beantworten gilt, aufteilen können...

So, das war ein kurzer Abstecher in unser allwöchentliches kleines, feines Chaos.

Trotz alledem gabs noch keine Tote- im Gegenteil! Es schweißt uns immer mehr zusammen. Trotz des Durcheinanders an manchen Tagen ist es überraschenderweise recht friedlich und entspannt, vielleicht ist der südamerikanische Lebensgeist uns schon Inne. In diesem Sinne bin ich gespannt aufs nächste Treffen...und die nächsten geschafften Ziele an Vorbereitungen bis es endlich los geht! Wir werden berichten!