Frauen in Peru und deren Geschichten und Weisheiten

Heda

In der Recherche zu unserer Peru Inspirationsreise stoße ich immer wieder auf anregende Informationen, die das Leben der peruanischen Frauen betreffen. Also wird sich mein Thema doch auf peruanische Frauen fokussieren.

Ich breche also auf: Mit Kenntnissen die den Alltag der Frauen prägen und deren Charakter und Selbstbewusstsein formen. Die vorherrschende Familiensituation ist dort viel schwerer als unsere in Mitteleuropa. Laut Aussagen der meisten Frauen gibt es viel Gewalt, besonders in armen Familien. Viele Vergewaltigungen. Sekten die mit junge Frauen und Mädchen handeln. Mit Versprechungen auf ein besseres Leben werden Frauen auch nach Europa, vorrangig Spanien und Portugal, gelockt.

Deshalb gibt es schon eine starke feministische Bewegung in Peru.

Und eine Besonderheit – basierend auf Werten der Inkagemeinschaft - sogenannte Gemeinschaftsküchen - eine besondere Art des Miteinanderumgehens, als Erbe ihrer indianischen Vorfahren. Die Beziehungen sind von Solidarität und Gegenseitigkeit geprägt. Ein Ausdruck dieser Solidarität ist, dass die Essenzubereitung kollektiv erledigt wird. Ein anderes Beispiel ihrer indianischen Kultur ist die Zuversicht und Gewissheit des Zurückzubekommens, was sie anderen gegeben haben. Die Aufwertung der Kultur der Frauen findet auch bei kulturellen Aktivitäten sowie Festen statt. Hier haben die Frauen die Gelegenheit die Gebräuche und Kultur durch Tänze und Lieder mitzuteilen. Beider gemeinsamen Zubereitung der Mahlzeiten in der Gemeinschaftsküche tauschen sie ihre Erfahrungen im Gebrauch bestimmter Gewürze und Kräuter aus, die typisch für ihre Herkunftsregionen sind. Daneben profitieren auch die Esser von dieser kulturellen Vielfalt und Esskultur.

Durch diese Art der Kommunikation wird die kulturelle Vergangenheit der Frauen anerkannt, eine Kultur die früher für viele Frauen mit Scham verbunden war. Wenn sie früher in die Städte kamen, waren sie gezwungen ihre Kultur zu verstecken oder abzugeben, um in der Stadtbesser zurechtzukommen. Es ist wichtig die Vergangenheit als Teil von sich selbst zu empfinden. Dies begünstigt die Erfahrung der zeitlichen Kontinuität in sich, die für das Gefühl der Identität notwendig ist. Das Vergessen der Vergangenheit ist auch ein Anschlag auf die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu speichern, um mit neuen Situationen besser umgehen zu können. Wie wichtig die Aufarbeitung der kulturellen Erfahrungen ist, zeigen uns die Frauen durch die ungeahnten Antworten auf die drängenden Probleme ihrer Gemeinschaft.

 

Ich bin gespannt auf diese Landfrauen, die noch nichtvergessen haben, was die Natur spricht.

Ich nehme meine gelbe Hose mit, die soll Frauen Glückbringen.

 

Heda